08/15 Kaffee können Sie auf viele Arten zubereiten. Doch der perfekte Espresso – der König der Kaffees – gelingt nur mit einer Siebträgermaschine.

Der perfekte Espresso mit einer Vibiemme Domobar Siebträgermaschine:

Wie geht das?

Der perfekte Espresso gelingt jedem nach etwas Übung: Kaffee mahlen, im Siebträger anpressen und Siebträgermaschine starten. Wichtig ist dabei folgendes:

  • Der Kaffee hat den richtigen Mahlgrad
  • Die Menge und Anpressdruck stimmen
  • Die Siebträgermaschine und eine dickwandige Espressotasse wollen gut vorgeheizt sein

Was brauche ich dafür?

  • Einen guten Kaffee, am besten 100% Arabica, z.B. La Tazza d’Oro – Gran Miscela
  • Eine gute Kaffemühle (am besten mit Scheibenmalwerk)
  • Einen Tamper
  • und natürlich

Eine Siebträgermaschine!

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Nur mit dem eigenen Siebträger und einer eigenen Mühle können wir alle Parameter (Mahlgrad, Kaffeemenge, Anpressdruck) so beeinflussen, dass im Ergebnis ein toller Espresso entsteht. Eine Siebträgermaschine lässt uns alle Freiheit, die wir benötigen. Es wird Wasser in einem heißen Kessel oder Wärmetauscher auf ca. 90 °C erhitzt und unter etwa 9 bar Druck das gemahlenen Espressokaffee im Siebträger gepresst. Der Druck wird meist durch eine elektrische Pumpe erzeugt. Wenige Modelle haben einen Hebel und erzeugen den Druck mechanisch. Dadurch, dass in einer Siebträgermaschine der Kaffee durch uns selbst portioniert, im Mahlgrad bestimmt ung getampert wird, sind wir unabhängig von industriellen Vorgaben wie z.B. Kapselmaschinen oder Pulverespresso. Eine Siebträgermaschine wird jede andere Maschine – ob Kapsel oder Pad – immer schlagen, sofern sich ihr Besitzer die nötige Mühe in der Auswahl der Komponenten gibt.

Empfohlene Modelle

 Was macht einen perfekten Espressogenuss aus?

Der Kaffee sollte schön ölig und ganz in Ruhe aus der Siebträgermaschine laufen. Idealerweise bildet er ein sogenanntes „Mäuseschwänzen“, d.h. einen leichten Bogen. Der Espresso darf in keinem Fall bitter schmecken!

Laufender Espresso mit leichtem Mauseschwanz

Laufender Espresso mit leichtem Mauseschwanz

Öliger Espresso aus der Siebträgermaschine

Schöner öliger Kaffee aus dem bodenlosen Siebträger (Vorsicht! Nur für Profis)

Die Farbe ist – je nach Sorte – hell bis dunkelbraun und mit Mustern gezeichnet.

Espresso aus der Siebträgermaschine

Espresso aus der Siebträgermaschine

Lecker! So ein Espresso gelingt nur mit einer Siebträgermaschine.

 Espresso Shot Videos verschiedener Siebträgermaschinen

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 Kaffee: Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Über den Ursprung des Kaffees können bis heute nur Mutmaßungen angestellt werden. Aufzeichnungen aus dem neunten Jahrhundert weisen allerdings darauf hin, dass Kaffee erstmals in Äthiopien angebaut wurde. Der Legende nach gab es einen Hirten namens Kaldi in der Provinz Kaffa, dessen Ziegen bis spät in die Nacht wild umhertobten. Der Hirte wunderte sich darüber und untersuchte die Futterstellen genauer. Dabei fielen ihm unbekannte Früchte auf, die er in einem nahegelegenen Kloster vorzeigte. Die Mönche brauten sich aus den kirschenartigen Beeren ebenfalls einen Trunk und nutzten fortan die belebende Wirkung. Es sollte aber noch einige Zeit vergehen, bis Kaffee in andere Teile der Welt gelangte. Allerdings glauben Experten, dass im 13. und 14. Jahrhundert Äthiopier bei Überfällen auf Jemen das Getränk in diesem Land popularisierten. Von dort aus sorgten Mekkapilger für die weitere Verbreitung, denn Kaffee war längst zu einem beliebten Getränk geworden.
Das Wort Kaffee stammt übrigens aus dem Arabischen („qahwa“), was dort Kraft heißt. Aus dem Türkischen „kahve“ leitet sich die italienische Vokabel „Caffè“ ab. Mit „Kaffee“ folgte die Anpassung an die deutsche Schreibweise.
Anfangs bauten nur wenige Länder Kaffee an, allem voran die Türken und Araber. Doch es sollte nicht lange dauern, bis die Niederlande Schösslinge in den Kolonien wie Ceylon, Sumatra oder Bali anpflanzten.
Was für uns heute selbstverständlich ist, war noch im 18. Jahrhundert ein großes Geheimnis. So soll beispielsweise ein portugiesischer Diplomat Kaffeesetzlinge in einem Blumenstrauß versteckt und nach Brasilien geschmuggelt haben. Übrigens gilt Brasilien bis heute als das wichtigste Anbauland.

In Europa entwickelte sich eine Kaffeehauskultur. Das erste Kaffeehaus wurde 1645 im italienischen Venedig eröffnet. Noch heute befindet sich dort mit dem „Caffè Florian“ eines der am besten erhaltenen historischen Cafés. In Äthiopien gibt es übrigens noch immer eine lebendige Kaffeetradition: Dabei werden die Bohnen nach dem Rösten in einer großen Eisenpfanne grob gemahlen oder in einem Mörser zerstampft. Anschließend wird das Mahlgut mit Wasser und Zucker in einer Jabana (bauchiger Tonkrug) aufgekocht. Serviert wird nicht in Tassen, sondern in kleinen Schalen.
Kaffee wurde allerdings nicht immer nur als Getränk genossen. Noch heute gibt es einige afrikanische Stämme, die aus den Kaffeebeeren und Fett eine Art Kuchen herstellen. Auch Wein wurde daraus hergestellt. Aufgrund des Koffeingehaltes fand Kaffee auch bei medizinischen Problemen wie Migräne, Herzleiden, Asthma und Wassersucht Anwendung.

Kaffee hat einen weltweiten Siegeszug angetreten, er nahm sogar Einzug in den Bereich Esoterik, durch das sogenannte Kaffeesatzlesen. Wahrsagerei mittels Kaffeesatz ist in den südeuropäischen Ländern eine bekannte Tradition – ganz ähnlich zum Tarot oder anderen Methoden die Karten zu legen.

Heute gehört Kaffee zu den wichtigsten Welthandelsprodukten überhaupt. Er wird in nicht weniger als 76 Ländern angebaut, und über 100 Millionen Menschen leben von der Produktion, Verarbeitung oder dem Vertrieb. Doch im Gegensatz zu anderen Herstellern von bedeutenden Produkten haben die meisten Kaffeebauer einen äußerst bescheidenen Lebensstandard. Die wichtigsten Anbauländer sind Äthiopien, Kenia, Costa Rica, Guatemala, Kolumbien und Brasilien.

Kaffeesorten

80 Prozent der Deutschen starten mit Kaffee in den Tag – durchschnittlich sind das rund 150 Liter Kaffee bzw. zwölf Kilogramm Kaffeepulver pro Person und Jahr.
Am häufigsten sind die Sorten Arabica und Robusta. Als Rarität hingegen darf man die Sorte Kupi Luwak bezeichnen.
Die Arabica-Bohne ist die weltweit führende Kaffeesorte. Sie stammt in der Regel aus südamerikanischen Ländern, in denen ein tropisches Klima vorherrscht. Die Kaffeesorte ist sehr bekömmlich und enthält vergleichsweise wenig Koffein. Das Aroma gilt als fein und ausgeprägt. Echte Kenner schwören darauf, dass man in den äthiopischen Bohnen noch immer den unverwechselbaren Geschmack der einstigen Wildpflanzen findet.
Der Robusta-Kaffee hat einen Anteil von rund 37 Prozent am Weltmarkt, allerdings ist der Geschmack rau und bitter. Aufgrund dieser Eigenschaft und des hohen Koffeingehaltes ist die Robusta-Bohne vor allem für löslichen Kaffee geeignet. Der herbe Geschmack bildet oft die Grundlage für den italienischen Espresso.
Als seltenste Kaffeebohne der Welt gilt die Kaffeebohne Kopi Luwak. Ihre Besonderheit: Die Kaffeekirschen werden von der indonesischen Schleichkatze Fleckenmusang gefressen und dann wieder ausgeschieden. Im Darm des Tieres entsteht ein typischer schokoladiger Geschmack, der die Kaffeebohne zu etwas Besonderem macht. Und das hat seinen Preis: Rund 500,00 Euro pro Kilogramm kostet die begehrte Sorte.

Espresso

Der Espresso ist eine italienische Kaffeespezialität aus Mailand und zählt den zu beliebtesten Modegetränken in Südeuropa. Aber auch bei uns hat der Espresso längst Einzug gehalten und erfreut sich großer Beliebtheit.
Bei dieser Kaffeezubereitungsart wird heißes Wasser mit hohem Druck durch Kaffeemehl gepresst. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Kaffeemehl gelegt. Die gerösteten Bohnen, die dafür verwendet werden, müssen möglichst gleichmäßig und fein gemahlen sein. Ist das Kaffeemehl zu körnig, fehlen wichtige Aromastoffe. Zu fein gemahlenes Kaffeemehl hingegen macht den Espresso fade.
Das Ergebnis ist ein konzentrierter Kaffee, auf dem sich eine hellbraune Schaumschicht (die sogenannte Crema) bildet. Da der Koffeingehalt aufgrund der geringeren Wassermenge höher als bei einem herkömmlichen Kaffee ist, wird der Espresso in einer kleinen und möglichst vorgewärmten Tasse serviert. Durch den hohen Druck ist das Getränk vergleichsweise dickflüssig.
Für den perfekten Espresso sollte das Wasser eine Temperatur zwischen 88 und 94 Grad haben und mit einem Druck von etwa neun Bar durch das Kaffeemehl gepresst werden. Dieser Vorgang dauert idealerweise eine Viertelminute. Auch das Andrücken des Kaffeepulvers in das Sieb ist wichtig. In Italien beschäftigt sich übrigens ein ganzes Institut mit der richtigen Zubereitung eines Espressos – immerhin ist die Kaffeespezialität hier ein Nationalgetränk. Dieses empfiehlt sieben Gramm Kaffeepulver der gemahlenen Arabica-Bohne. Doch für eine aromatischere und geschmacksintensivere Crema darf auch knapp die Hälfte des Kaffeemehls aus Robusta-Bohnen bestehen.

Verschiedene Arten von Espressomaschinen

Für die Zubereitung eines wirklich guten Espresso eignen sich sowohl Handhebel- und Siebträgermaschinen als auch sogenannte Vollautomaten. Die erste Espressomaschine wurde übrigens von dem Mailänder Ingenieur Bezzera Luigi erfunden. Er zeigte damals seinen Prototyp auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1855. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hielt der Espresso seinen Siegeszug in Europa und die ersten Serienproduktionen wurden gestartet.

Handhebelmaschine

Die Handhebelmaschinen wurden anfangs zur Herstellung eines Espresso verwendet. Der notwendige Brühdruck musste noch per Muskelkraft erzeugt werden. Später übernahm diese Aufgabe eine in die Brühgruppe eingebaute Feder. Der Barista musste dann lediglich die Feder spannen, sodass ein unabhängiger und konstanter Druck auf den Kaffee entstand. Sobald die Feder losgelassen wird, wird das Brühwasser durch das Kaffeemehl gedrückt.
Noch heute werden Handhebelmaschinen in Italien und einigen südamerikanischen Ländern vorzugsweise benutzt. Einige schwören sogar noch immer auf die eigene Armkraft und hoffen, den idealen Druck von neun Bar zu erreichen. Auch in zahlreichen Gastronomiebetrieben in Deutschland findet diese Art der Espresso-Herstellung noch Anwendung.
Der Nachteil bei Einhebelmaschinen ist die Temperaturinstabilität. Kein Espresso schmeckt wie der andere und nach einigen Bezügen muss pausiert werden, da sonst ein bitterer Geschmack entsteht.

Vollautomaten

Die Vollautomaten bieten vor allem Komfort. Ohne Vorkenntnisse kann man sich die italienische Kaffeespezialität per Knopfdruck selbst zubereiten. Mahlgrad, Menge des Wassers je Bezug und auch die Temperatur sind bei modernen Geräten einstellbar. Die Vorteile sind die geringe Aufwärmzeit und die Zubereitung für mehrere Personen. Hat man beispielsweise Gäste, ist ein Vollautomat praktisch für die Herstellung verschiedener Kaffeespezialitäten ohne großen Aufwand. Über den Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und obwohl die Vollautomaten seit ihrer Einführung stets verbessert worden sind, schwören doch zahlreiche Espresso-Liebhaber auf Siebträgermaschinen.

Siebträgermaschine

Echte Espresso-Liebhaber benutzen ausschließlich Siebträgermaschinen. Ihre Beliebtheit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ursprünglich wurden sie vor allem in der Gastronomie eingesetzt, aber inzwischen haben sie auch längst Einzug in Privathaushalte gehalten.
Mit dem Siebträger wird eine abnehmbare Vorrichtung bezeichnet, in der man das Kaffeepulver füllt. Teilweise enthalten die Maschinen sogar eine eigene Kaffeemühle, sodass die Kaffeebohnen direkt vor der Zubereitung des Espresso frisch gemahlen werden können. Ansonsten aber ist die Funktionsweise gleich. Auch hier muss das Wasser eine optimale Temperatur haben und wird auf etwa 90 Grad aufgeheizt. Das Kaffeemehl befindet sich allerdings in dem Siebträger und wird über eine Vorrichtung an der Maschine befestigt. Bereits im Siebträger wird der Kaffeepuck gepresst. Dann folgt das heiße Wasser, das mit einem Druck von (idealerweise) neun Bar durch den Siebträger und damit durch das Kaffeemehl gedrückt wird.
Das klingt zunächst einfach, tatsächlich aber dauert es eine Weile und einige Espresso, bis man die Handgriffe beherrscht und die richtigen Einstellungen für sich heraus gefunden hat.
Zunächst muss bei einer Siebträgermaschine eine bestimmte Betriebstemperatur erreicht werden. Dabei reicht es aber nicht aus, dass das Brühwasser die richtige Temperatur hat. Da die Wassermenge für einen Espresso zu gering ist, würde es zu stark abkühlen. Damit das Aufheizen der gesamten Maschine schneller geht, kann allerdings einfach pures Wasser durch den leeren Siebträger gepumpt werden. Aber auch eine zu hohe Wassertemperatur ruiniert das Endergebnis, sodass darauf geachtet werden sollte, eine Siebträgermaschine nicht zu lange ungenutzt angeschaltet zu lassen. Vor allem bei Zweikreismaschinen sollte deshalb das überhitzte Wasser aus dem Wärmetauscher abgelassen werden (einfach den Siebträger herausnehmen und die Pumpe laufen lassen). Bei Handhebelmaschinen ist etwas Geduld gefragt, wenn man sich nicht mit kleinen Tricks wie nassen Handtüchern behelfen möchte.
Nachdem man die Vorbereitungen getroffen hat, wird der Bezug gestartet. Dabei lässt man die Pumpe für ein paar Sekunden an (Vorbrühung). Bei einigen Siebträgermaschinen wird dieser Vorgang bereits automatisch erledigt. Falls nicht, wird die Pumpe nach etwa zwei bis sechs Sekunden für den Bezug gedrückt. Nun dauert es noch ein bisschen, bis das erhitzte Wasser den Siebträger erreicht. Jetzt kommt es auf die Zeit an, denn mehr als 25 Sekunden sollten es nicht sein.
Auch bei den Tassen muss auf die richtige Auswahl geachtet werden. Sie sind nicht nur klein, sondern auch dickwandig, damit die Wärme gut gespeichert werden kann. Idealerweise wärmt man sie bereits vor, da der wenige Inhalt ansonsten zu schnell abkühlt. Aber wer die Mühe auf sich genommen hat, wird den außergewöhnlichen Geschmack des Espresso nicht mehr missen wollen. Und tatsächlich brauchen geübte Siebträgermaschinen-Anwender insgesamt auch nicht mehr als zwei Minuten für das perfekte italienische Kultgetränk.

Kaffeemühle

Mit einer Kaffeemühle wird, wie es der Name bereits vermuten lässt, Kaffeepulver hergestellt. Dazu werden geröstete Kaffeebohnen mittels einer Mühle gemahlen. Der Mahlgrad ist abhängig von dem gewünschten Getränk. So ist das Kaffeepulver für Filterkaffee wesentlich gröber als das für Espresso. Inzwischen besinnen sich viele Genießer wieder auf die eigene Herstellung. Bereits gemahlenes Kaffeepulver aus dem Handel verliert viel zu schnell seine Aromen. Eine Kaffeespezialität aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen hingegen bietet tatsächlich ein Geschmackserlebnis.
Espressomühlen sind als Kegel- oder Scheibenmühlen erhältlich. Kegelmühlen sind vor allem für den Hausgebrauch geeignet. Sie haben nur eine geringe Rotationsgeschwindigkeit und erhitzen das Mahlgut deshalb nur unwesentlich. Scheibenmühlen sind für anspruchsvolle Anwender geeignet. Sie haben eine höhere Drehzahl. Für den perfekten Espresso ist übrigens die Mahlgradeinstellung entscheidend. Ist der Kaffee zu grob gemahlen worden, wird das Wasser zu schnell durch den Puck gepresst und die Aromen bleiben nicht nur sprichwörtlich auf der Strecke. Ist das Kaffeemehl allerdings zu fein gemahlen, gelangt das Wasser zu langsam oder gar nicht in die Tasse. Und wenn es durch den Puck kommt, sind leider auch reichlich Bitterstoffe dabei. Die Extraktionszeit beträgt also idealerweise 25 Sekunden.

Tamper

Tamper sind bei uns auch als „Kaffeepresser“ oder „Kaffeestempel“ bekannt. Am gebräuchlichsten sind Handtamper, aber einige Kaffeemühlen haben einen solchen bereits integriert. Handtamper bekommt man aus Kunststoff, Aluminium, Edelstahl oder Holz. Kunststoff-Tamper sind bei den meisten Espresso-Maschinen als Zubehör dabei, aber wie so oft spielt auch hier die Qualität eine wichtige Rolle. Hochwertige Materialen vereinfachen das Anpressen des Kaffeepulvers.
Das Anpressen des Kaffeemehls wird durch einen Tamper gleichmäßig, eventuelle Klümpchen sollen aufgelöst werden.
Die Kaffeestempel sind in der Regel flach oder haben eine linsenförmige Unterseite. Durch diese konvexe Form entsteht eine leichte „Wanne“ im Kaffeemehl, sodass die Gefahr des Channeling (unterschiedlich undichte Zonen) reduziert wird.

Der Barista – eine Berufung

Der Barista ist ein beliebter Szeneberuf. Die Berufsbezeichnung kommt ursprünglich aus Italien und bezeichnet im Grunde einen Spezialisten, der perfekte Kaffeespezialitäten zubereitet. Er arbeitet in der Regel in der Gastronomie an der Kaffee- bzw. Espressomaschine und zaubert den perfekten Kaffee. Er sorgt für ein Genusserlebnis der besonderen Art und probiert sich auch selbst an neuen, kreativen Kaffeegetränken. Der Barista weiß alles rund um Kaffee, kennt die Unterschiede bei der Zubereitung und schäumt auch die Milch perfekt auf. Das Highlight ist die kunstvolle Verzierung der Getränke, die sogenannte „Latte Art“. Dabei wird mit der aufgeschäumten Milch beim Eingießen ein kleines Kunstwerk geschaffen.
Barista ist kein gewöhnlicher Ausbildungsberuf, aber es gibt verschiedene Kurse, in denen man die handwerklichen Fähigkeiten erlernen kann. Inzwischen erfreuen sich Barista-Wettbewerbe großer Beliebtheit, wie etwa die „Deutsche Barista Championship“ oder die „World Barista Championship“. Da Coffeeshops und Kaffeebars als trendy gelten, ist auch der Beruf des Barista immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Latte Art: Die Kunst des Verzierens

Latte Art ist die kunstvolle Verzierung einer Kaffeespezialität durch das geschickte Eingießen des Milchschaumes. Der Begriff setzt sich aus dem italienischen Begriff „Latte“ (Milch) und der englischen Vokabel für Kunst zusammen.
Ein Barista nutzt dabei geschickt die Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen und schafft daraus kleine Kunstwerke. Auch Hilfsmittel wie Schablonen, spezielle Stifte oder Schokoladensoßen sind erlaubt. Herzen, Kleeblätter, Engel, grafische Muster oder Sterne – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Baristas messen gerne bei internationalen Wettbewerben ihr Können miteinander.
Für den Espresso-Liebhaber mag das einfach aussehen, aber tatsächlich sind viel Übung, eine gewisse Fingerfertigkeit und das entsprechende Zubehör für das Gelingen eines Bildes auf der Oberfläche des Getränkes nötig. Der Milchschaum sollte cremig und dicht, aber nicht zu fest sein. Ist die gewünschte Cremigkeit erreicht (am besten noch mal schwenken), sollte der Milchschaum zügig weiterverarbeitet werden. Nun wird es knifflig: Beim Ausgießen soll der Milchschaum idealerweise unter die Crema gelangen. Das gewünschte Muster entsteht durch den richtigen Winkel beim Gießen und durch gute Treffsicherheit in der Mitte der Tasse. Bewegt man die Kanne, in der die Milch aufgeschäumt wurde, beim Gießen leicht hin und her, entstehen ein Blatt oder kleine Bäumchen – eine gute Übung für Anfänger.

Die Crema: Das Krönchen auf dem Espresso

Die Crema ist der krönende Abschluss eines jeden Espresso. Dabei handelt es sich um eine hellbraune, goldfarbene Schaumkrone auf der Kaffeespezialität. Sie sollte mehrere Millimeter hoch sein. Die Schaumkrone entsteht durch den hohen Druck, mit dem das Kaffeemehl extrahiert wird. Eine perfekte Crema ist vom Mahlgrad der verwendeten Kaffeebohnen und dem richtigen Anpressdruck abhängig.

Der perfekte Espresso – so geht es

Der perfekte Espresso ist ein wahrer Genuss – und mit etwas Übung bekommt man das auch zu Hause hin. Am besten geeignet ist eine Siebträgermaschine, da hier der Mahlgrad, die Menge und der Anpressdruck des Kaffeemehls manuell eingestellt werden können. Das in Italien beheimatete Nationalinstitut für Espresso hat in zahlreichen Studien festgelegt, wie ein idealer Espresso entstehen sollte. Die Pulvermenge beträgt etwa sieben Gramm. Die optimale Wassertemperatur bei Austritt sollte knapp 90 Grad betragen, sodass das fertige Ergebnis in der Tasse noch rund 70 Grad hat. Der ideale Brühdruck liegt bei neun Bar, wobei die Durchlaufzeit 25 Sekunden nicht überschreiten sollte. Der perfekte Espresso besteht aus 25 ml öliger Flüssigkeit.
Aber nach natürlich ist es wie bei so vielen Dingen eine Frage des Geschmackes. Deshalb darf bei den Zahlen natürlich nach oben oder unten abgewichen werden.
Und bei jeder neuen Kaffeesorte muss übrigens auch wieder ein wenig an den vorgenommenen Einstellungen verändert werden.
Nana Holthaus-Vehse, die deutsche Barista-Meisterin 2009, hat eine einfach Faustregel. Für Filterkaffee verwendet sie eine helle Röstung. Der Espresso jedoch sollte aus dunklen und lang gerösteten Bohnen gemacht werden. Ob nun die Sorte Arabica oder Robusta ist eine Geschmacksfrage. Die Arabica-Bohnen haben mehr Öle, Robusta schmeckt dafür rassiger und enthält mehr Koffein. Die Mischung, mit der die Barista-Meisterin gewonnen hat, waren Bohnen aus Costa Rica, Guatemala, Nepal, Indien und Brasilien. Sie wird auch als „Blend“ bezeichnet und schmeckt besonders vollmundig. Barista sprechen von einem „guten Körper“.

Fehler vermeiden

Bereits kleine Fehler können dafür sorgen, dass aus dem Geschmackserlebnis ein Reinfall wird. Ist der Espresso beispielsweise zu dünn und hat kein Aroma, kann das drei Ursachen haben. Entweder ist das Kaffeemehl nicht fein genug gewesen, oder es wurde zu leicht angepresst. Wenn der Puck nicht gleichmäßig ist, sucht sich das Wasser den einfachsten Weg – ein weiterer Grund für einen faden Espresso.
Ist der Espresso zu bitter, kann das an zu feinem oder zu fest angepresstem Kaffeemehl liegen. Auch bei zu viel Kaffeemehl, dauert die Extraktion schlichtweg zu lange.
Fehlt die Crema auf der Kaffeespezialität oder reißt sie zu schnell, ist das Wasser zu heiß oder der Kaffee bereits zu alt gewesen. Eine sehr helle Crema und ein leichter Geruch nach Gras weisen auf eine zu geringe Wassertemperatur hin. Dann sollte der Druck im Kessel erhöht werden.
Ein matschiger Kaffeepuck ist in der Regel die Folge von zu fein gemahlenem Kaffeemehl. Hier sollte geschaut werden, ob die Kaffeemühle den Anforderungen genügt oder ob die Mahlkränze bzw. –kegel getauscht werden müssen.
Löcher auf der Oberfläche des Pucks sollten gänzlich vermieden werden. Sie sorgen für eine partielle Überextraktion oder ein ungleichmäßiges Auslaufens des Kaffees aus dem Siebträger, sodass Aromen zurückbleiben.

Empfohlene Siebträgermaschinen

Auch wenn man mit einigen Kaffeevollautomaten einen passablen Espresso machen kann, schwören Profis auf Siebträgermaschinen. Mit ihnen kann ein stabiler Druck auf das Kaffeemehl ausgeübt werden, und auch die Temperatur beim Brühen bleibt hier gleich. Professionelle Maschinen sind der in der Lage, die meisten Aromen aus einem Kaffee herauszuholen und sind deshalb so beliebt.

Quickmill 0820
Die Quickmil 0820 ist eine kompakte Thermoblockmaschine und ideal für Einsteiger. Ihre Aufheizzeit mit unter eine Minute ist vergleichsweise gering, sodass der erste Espresso-Bezug sehr schnell gestartet werden kann. Der Dampfbezug bleibt kontinuierlich gleich, bis der Tank leer ist. Auch mit dem niedrigen Stromverbrauch kann die Maschine punkten.

Isomac Millenium
Die Isomac Millenium ist ein echter Hingucker, genügt aber auch in technischer Hinsicht professionellen Ansprüchen. Hochwertige Materialen wie Messing und Edelstahl zeugen von einer qualitativen Verarbeitung. Der großzügige Kupferboiler und eine automatische Füllstandskontrolle halten auch großem Andrang Stand.

Vibiemme Domobar
Die Domobar von Vibiemme gehört zu den beliebtesten Espresso-Maschinen. Sie glänzt nicht nur durch ihr Chrom, sondern auch durch einen übersichtlichen und hochwertigen (und vor allem massiven) Aufbau. Die Handhabung ist einfach, die Dampftemperatur aber dennoch hoch. Und das Endergebnis überzeugt auf jeden Fall.

Wega Mininova Classic
Wega gehört zu den erfolgreichen Herstellern von Espresso-Maschinen und bietet mit dem Modell Mininova Classic ein komfortables Gerät mit einem separaten Heißwasserauslauf und Dampfbezug. Da beides getrennt gesteuert wird, bleibt die Temperatur beim Extrahieren konstant.

Faema Lambro
Die Faema Lambro ist ein echtes italienisches Liebhaberstück und überzeugt schon auf den ersten Blick mit ihrem Hochglanz-Design. Aber auch in puncto Technik ist sie zuverlässig, was sich bei den begehrten restaurierten Maschinen zeigt.
In unserem Ferienhaus auf Fehmarn Lemkenhafen gibt es auch eine Espressomschine für den Gasherd sowie eine schöne Mühle.